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Der Riese Samson


Der Samson ist eine alttestamentarische Figur und stellt symbolisch den Kampf der Juden gegen die Philister dar. Besonders in der Zeit der Romantik sieht man im Samson den lebendigen Ausdruck der Volkskultur. Schon damals gleicht die Szenerie mit den Zwergen, mit Schützen und Musik dem heutigen Erscheinungsbild. Viele Mythen, Legenden und Vermuttungen ranken sich nunmehr um die Riesenfigur aus dem Lungau.

Daher haben sich in den Lungauer Orten Gruppen und Vereine gebildet, die den alten Brauch weiter leben lassen. Heute gibt es 12 inneralpine Riesenfiguren, zehn im Lungau und zwei in der benachbarten Steiermark. Diese biblische Heldenfigur ist das Wahrzeichen des Lungaus. Deshalb wird er bei Festen gerne gezeigt. Einen Kraftakt muss der Träger, ein Junggeselle, des 80 kg schweren Samson vollbringen, wenn er mit den zwei Zwergen den Samson Tanz aufführt.


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Farbenprächtiges Blumenspiel – die Prangstangen


Jedes Jahr am 24. Juni - Hochfest der Geburt Johannes des Täufers - feiert die Naturparkgemeinde Zederhaus und am 29. Juni - Peter und Paul - die Nationalparkgemeinde Muhr ihr Patroziniumsfest. Den Höhepunkt dieses sogenannten Sonnwendtages bildet der festliche Gottesdienst und die anschließende Prozession durch den Ort mit vier Evangeliums-Stationen. Bei dieser Prozession werden die farbenprächtigen “Prangstangen” mitgetragen. Das sind 6 bis 8 Meter hohe und bis zu 80 kg schwere Holzstangen, umwunden mit Kränzen aus frischen Alm- und Wiesenblumen. Die herrlichen Blumenstangen bleiben sodann bis zum 15. August, dem „Hohen Frautag“ in der Kirche aufgestellt. An diesem Tag werden sie gesegnet und als „Weihkräuter“ nach Hause getragen, wo sie an den „Rauhnachtabenden“ (Hl. Abend, Silvester und Vorabend zum Dreikönigstag) als Räuchermittel bei der Segnung von Haus und Hof verwendet werden.

Die verschiedenen Blumen - Margeriten, stengelloser Enzian, Bergnelkwurz, Bergastern, Frauenmantel, Pfingstrosen, Vergißmeinnicht, Mohnblüten u.a.m. - werden zu Kränzen gebunden und in unterschiedlichen Farbmustern auf die Holzstangen gewickelt. Für eine einzige Prangstange sind bis zu 60.000 frische Blüten und etwa 300 Arbeitsstunden erforderlich.


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Wasserscheibenschießen am Prebersee


An den Ufern des Prebersees, der in herrlicher Landschaft, eingebettet zwischen Wäldern und Almwiesen am Fuße des 2.741 m hohen Prebers, in einer Höhe von 1.510 Meter liegt, spielt sich dieses einzigartige Scheibenschießen ab.

Dabei wird nicht auf die Scheibe selbst, sondern auf deren Spiegelbild beziehungsweise auf einen fiktiven Punkt im Wasser gezielt und geschossen. Vom Wasser wird das Geschoss reflektiert und trifft die am Festland aufgestellte Scheibe. Das Preberschießen findet alljährlich am letzten Augustwochenende statt.