Gemeinde Ramingstein
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Ramingstein im Dreiländereck von Salzburg, Steiermark und Kärnten gelegen, ist die viertgrößte Gemeinde des Lungaus. Der Ort ist eingebettet in den Lungauer Nockbergen und besteht aus den vier Ortschaften Kendlbruck, Madling, Karneralm und Ramingstein. Vom 15. bis Ende des 18. Jahrhunderts blühte in Ramingstein der Bergbau. In Kendlbruck wurde im hinteren Mühlbachtal der Eisenbergbau betrieben und in Ramingstein waren die Abbaustätten für Blei und Silber. Ramingstein, welches sich zum Ziel gesetzt hat, die Lebensträume seiner Bürger und Besucher zu verwirklichen, ist eine sehr fortschrittliche Gemeinde, wo aber auch die Tradition hoch gehalten wird. Ramingstein hat sich in den letzten Jahren zu einem Kunst- und Kulturzentrum entwickelt. Theater, Ausstellungen, Symposien und Workshops haben sich hier etabliert und bieten ein attraktives Kulturangebot. Abseits des Massentourismus können Sie im Bergdorf Karneralm auf 1900m in den Lungauer Nockbergen noch Ruhe und Entspannung erleben. Einzigartig ist das Zusammenspiel von Natur und Sport. |
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Dorfwirtbräu
Der Dorfwirt im Herzen Ramingsteins, seit dem 15ten Jahrhundert Wirtshaus, kam im Jahre 1971 in den Besitz der Familie Steinwender. Seit 1983 führen die Wirtsleute Greti und Karl den Betrieb. Ganzjährig geöffnet bietet der Dorfwirt Platz für ca. 200 Personen.
Die Küche im Dorfwirt lässt jedes Genießerherz höher schlagen. Lungauer Schmankerl und alte Rezepte werden mit viel Liebe und Pfiff vom Chef gekocht und zubereitet. Nicht nur in der Dorfwirtsküche schwingt der Wirt den Kochlöffel. Rinder, Schweine und Schafe werden aus der Region angekauft, im eigenen Schlachtraum unter strengen Qualitäts- und Hygienekontrollen geschlachtet und verarbeitet. Wurstspezialitäten und Bauernspeck reifen langsam in der Räucherkammer. Spezialitäten aus den Genuss Regionen Walser Gemüse, Lungauer Eachtling und Pinzgauer Kas vervollständigen die Regionalität.
Verschiedene Stuben laden zum Verweilen ein. Im Sommer lockt der hauseigene Biergarten.
Burg Finstergrün
Die Burg Finstergrün, das Wahrzeichen Ramingsteins, steht imposant auf einer steil ansteigenden Felsnase hoch über dem nördlich davon gelegenen Ort. Die alte Burg ist nur noch als Ruine erhalten. Ihr Ursprung wird im 12. Jahrhundert vermutet, und sie wurde als Höhenburg und Grenzbefestigung an einem strategisch wichtigen Punkt errichtet.
1899 kaufte der ungarische Graf Sandor Szapary die verfallene und ausgebrannte Ruine. Nach dem überraschenden Tod von Graf Szapary im Jahre 1904 setzte seine Gattin, Margit Szapary, den Bau der Burg fort. In den späten 20er und frühen 30er Jahren wurde die Burg als Nobelhotel geführt. Man kam hier her, um gesehen zu werden, um zu fischen oder um zu jagen.
Heute steht die Burg Veranstaltern und Gästen in ökumenischer und internationaler Weite offen. Im besonderen fühlen sich Kinder-, Jugend- und Familiengruppen, Schulklassen, Jugendherbergsgäste, Radwanderer, einzelne Familien, Touristen und Tagesgäste bei uns wohl. Aber auch Hochzeiten, Taufen, Live-Rollenspiele, Feste, Film-Dreharbeiten, Ausstellungen und Kulturveranstaltungen haben in dem einzigartigen Flair der Burg Finstergrün bereits stattgefunden.
Hochofenanlage Kendelbruck
Von den drei erhalten Floßöfen in Österreich (Schmelz bei Judenburg, Fuchsfloßofen bei Hüttenberg und Kendlbruck) dürfte letztgenannter der Älteste sein, denn 1754 ging das seit einem Jahrzehnt ruhende Schmelzwerk Kendlbruck in landesfürstlichen Besitz über und wurde bald darauf neu erbaut.
Die Schmelzanlage besteht aus einem Flossofen und zwei Feuern in einer Esse. Der 20 Meter hohe Flossofen setzt sich aus dem Ofenstock und der ca. 7 m hohen Rauchhaube zusammen, die hier eher als Kamin (mit Öffnung für die Beschickung) zu bezeichnen ist. Im Ofenstock, welcher an der straßenseitigen Außenmauer des Hüttengebäudes steht, sind das Form- und Abstichgewölbe ausgespart. Neben dem Flossofen erhebt sich eine ca. 19 m hohe, kaminartige Esse mit zwei Gewölben, die mit Sicherheit ein Frischfeuer (für die Stahlerzeugung aus Roheisen) und ein Ausheizfeuer (für die Raffinierung des Frischherdstahls) enthalten haben. Flossofen und Esse wurden 1972 baulich instandgesetzt.
Die Schmelzanlage Kendlbruck zählt zu den wertvollsten Denkmälern des alpenländischen Eisenwesens.
Murtalbahn
Obwohl die Murtalbahn im Regelbetrieb moderne Triebwagen im Einsatz hat, sind die Oldtimerfahrten mit den schnaubenden Dampfloks ein beliebter Geheimtipp für Eisenbahnfreunde und Romantiker. Die uralten Waggons mit kaiserlichem Flair sind gemütlich und ruckeln fast zärtlich über die Schienen.
Schnaubend, dampfend, pauchend und zischend - ein kurzer, schriller Pfiff hellt alles auf - verläßt der Dampfzug den Bahnhof. Hunderte Fahrgäste erfreuen sich des historischen Ambientes, das die behäbig wirkende Dampflok ausstrahlt. Geschichte geben aber auch die Wagons wieder. Wagons, in denen damals Kaiser Franz Josef saß, um zur Gamsjagd zu kommen. Man winkt aus dem Zug, bestellt das erste Glaserl Bier in der Murtal-Bar und genießt die vorbeiziehende Landschaft.
Wallfahrtskirche Maria Hollenstein
Die Ursprünge der Wallfahrt gehen zurück in das frühe 18. Jahrhundert. Ein schon damals viel verehrtes Gnadenbild von Maria in einer hölzernen Kapelle bei Kendlbruck erregte wegen zahlreicher Gebetserhöhrungen großes Aufsehen.
Der Name "Hollenstein" leitet sich von einem Spurstein her; hier sammelt sich das aus einem Felsspalt sickernde Quellwasser, das als Augenheilmittel bis heute sehr geschätzt wird. Der ursprüngliche Spurstein wurde im Zuge einer Straßenerweiterung entfernt, nach Abschluss des Wasserleitungsbaues im Jahre 1997 aber vom Künstler Reinhard Simbürger nachgebildet. In der Felshöhlung neben der Ursprungskapelle steht auch heute noch das ganze Jahr das Augenwasser, das stetig aus dem dunklen Stein nachsickert. Das jetzige Kirchlein wurde 1745 erbaut und am 20. März 1748 geweiht. Am 13. jeden Monats Fatimafeier. Um 18.30 Uhr Lichterprozession von Kendlbruck zur Wallfahrtskirche und dort um ca. 19.00 Uhr feierlicher Gottesdienst.
Maria Hollenstein ist auch eine beliebte Hochzeitskirche. Sie ist während des Tages offen und kann täglich besucht werden.






